Die Nato-Armeen sollen grüner werden

Auf Anregung von US-Präsident Joe Biden prüft die Nato eine Reduktion ihrer CO2-Emissionen bis 2050. Namentlich Panzer und Flugzeuge sollen grüner werden. Auf 59 Millionen Tonnen CO2 schätzen Analysten der Universität Brown laut Climate Change News die CO2-Emissionen der Armeen der Vereinigten Staaten. Das entspricht jenen von Marokko mit seinen 37 Millionen Einwohnern. Die Armeen der Europäische Union erreichen 25 Millionen Tonnen, Grossbritannien um 10 Millionen. US-Präsident Joe Biden hat beim Kongress 200 Millionen Dollar beantragt für die Entwicklung CO2-armer Waffen und weitere 153 Millionen für die Steigerung der Energieeffizenz des Fahrzeugparks beantragt. Das soll primär durch energieeffizientere Fahrzeuge und Fluggeräte ermöglicht werden. Mehr als ein winziges Feigenblatt kann das nicht sein. Das Militärbudget der Vereinigten Staaten erreicht 2021 738 Milliarden. An Netto-Null-Emissionen, wie sie inzwischen eine Mehrheit der Staaten, die USA inklusive, bis 2050 anstreben, wird dabei nicht annähernd gedacht. Schliesslich soll im Krieg ja das eigene Personal nicht gefährdet werden, weil mit grünem Gerät herumgefahren wird. Gedacht wird deshalb etwa an besser isolierte Zelte, um die Klimaanlagen weniger laufen zu lassen. Nun hat Biden am Nato-Gipfel auch für die Nato-Mitglieder angeregt, es mit dem Klimaschutz im Krieg ernster zu nehmen. Generalsekretär Jens Stoltenberg soll nun eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben. Tatsächlich hat bei den Klimaverträgen bisher niemand an die Armeen gedacht. Sie finden darin schlicht nicht statt.

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Vor dem Hintergrund der aktuellen „Energiewende“-Debatten möchten wir einen kritischen Diskussionsbeitrag leisten für all jene, die mehr wissen wollen zum Thema Energie. Und wir möchten einen Beitrag leisten, die tiefen ideologischen Gräben zu überwinden, die Befürworter und Gegner trennen. Denn die Wahrheit wird bei diesem Thema sehr schnell relativ bzw. relativiert, man bewegt sich auf einem Feld, in dem sich Experten, Meinungsmacherinnern, Ideologen, Betroffene, Opfer, Lobbyisten, Politikerinnen und Weltenretter tummeln. Sie alle sollen zu Wort kommen, sie sollen von ihrer Wahrheit erzählen, der Wahrheit des Strahlenopfers ebenso wie jener des Kraftwerkbetreibers, des Befürworters und der Gegnerin.

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