Der Atomreaktor im französischen Flamanville kann nicht fristgerecht an den Start gehen. Daran geknüpft ist ein britischer Milliardenkredit für das AKW Hinkley Point C. Der Fall enthüllt ein komplexes Finanzierungskonstrukt der Atomwirtschaft.

Der Statusreport 2018 zur Atomenergie belegt eine leichte Zunahme der Kernenergie-Kapazität, aber auch der effektiven Produktion. Übertroffen wird sie aber durch die noch viel stärkere Zunahme sowohl der Kapazität als auch der Produktion bei der Solar- und Windenergie.

Uran gelangt über Phosphatdünger in den landwirtschaftlichen Kreislauf und auf unseren Esstisch.  Im zweiten Teil unserer Serie erfahren Sie, wie die verantwortlichen Behörden das Risiko einer Vergiftung einschätzen. Und Sie lesen, warum die Bauern über das auf ihren Äckern ausgebrachte Uran nichts wissen sollen. 

Uran kommt in Phosphatdünger vor, der auf Ackerflächen eingesetzt wird. Verantwortliche Behörden in Deutschland und der Schweiz sehen keine nennenswerten Gesundheitsrisiken des toxischen Schwermetalls. Gehäufte Krankheitsfälle lassen jedoch aufhorchen. Im ersten Teil unserer Recherche erfahren Sie, wie das Gift in den Dünger gelangt. 

Finnlands Abhängigkeit vom großen Nachbarn in Sachen Energie wächst. Dennoch spricht sich die betroffene Bevölkerung für den Bau des Atomkraftwerks Hanhikivi-1 aus. Das Land setzt damit die bestehende Zusammenarbeit mit dem russischen Staatskonzern Rosatom fort. 

Der staatliche, russische Atomkonzern Rosatom bietet Bau, Betrieb und Finanzierung von Nuklearanlagen aus einer Hand. Mit diesem Konplett-Angebot sind weltweit bereits 34 Länder jahrzehntelang an Russland gebunden, unter anderem auch Ungarn. Die EU-Kommission sieht keine Bedrohung.


Aufruf von Tim Judson, geschäftsführender Direktor von NIRS

Ende September gab das US-Energieministerium eine gewaltige Rettungsaktion für den Nuklear- und Kohlesektor bekannt. Mit einer Petition will die bürgerliche Opposition den Kongress und die staatliche Energieaufsichtsbehörde wachrütteln.

Der Friedensnobelpreis an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) ist der sechste Versuch des fünfköpfigen norwegischen Komitees, die internationale Aufmerksamkeit auf das Risiko des schrecklichsten aller Kriege zu lenken. Und auf die einzige realistische Möglichkeit, dieses zu senken: Miteinander reden.

Die Schweizer Sektion der Ärztinnen und Ärzte für soziale Verantwortung diskutierte mit Teilnehmern aus aller Welt an einem dreitägigen Kongress in Basel Aspekte der Menschenrechte und zukünftiger Generationen im nuklearen Zeitalter. Das Fazit: Es gibt weit mehr ungelöste als gelöste Fragen. Doch das Interesse einer breiten Öffentlichkeit ist kaum vorhanden.

Die Schweizer Sektion der Ärztinnen und Ärzte für soziale Verantwortung diskutierte mit Teilnehmern aus aller Welt an einem dreitägigen Kongress in Basel Aspekte der Menschenrechte und zukünftiger Generationen im nuklearen Zeitalter. Das Fazit: Es gibt weit mehr ungelöste als gelöste Fragen. Doch das Interesse einer breiten Öffentlichkeit ist kaum vorhanden.

Während die neun Atommächte dieser Welt und ihre Adlaten noch nicht einmal daran denken, auf ihre Atomwaffen zu verzichten, machen es die atomaren Habenichtse vor: Sie einigten sich im Rahmen einer UNO-Konferenz auf ein totales Verbot. Auch wenn dieses Abkommen kaum mehr als symbolischen Charakter hat: Ein erster, wichtiger Schritt ist getan.

2008 zerstörte eine US-Cyberattacke einen Teil von Irans Zentrifugen. Aktuell sind die US-IT-Systeme der Energiewirtschaft Zielscheibe von Hackern. Weltweit sind kritische Infrastrukturen Zielscheibe digitaler Kriegsführung.

Glaubt man den Modellberechnungen zur Wahrscheinlichkeit eines Super-Gaus, so wäre weltweit etwa alle 500 Jahre damit zu rechnen. Die Wirklichkeit hat eine andere Geschichte geschrieben.

In den 1950er-Jahren, das atomare Wettrüsten der Supermächte war voll im Gang, galt Atomenergie praktisch über Nacht als die Schlüsseltechnologie zur Lösung aller Energieprobleme. Der Saulus Atombombe sollte zum Paulus Atomkraftwerk werden. Die Saat keimte weit weniger als damals erhofft.

The Magic of the Atom (1955)

  • Propagandafilm aus dem Jahr 1955, der das Leben in der Nähe von atomaren Anlagen als modern und zukunftsgerichtet preist, die radioaktive Gefahr sei in jeder Hinsicht im Griff. https://archive.org/details/MagicOfTheAtomPowerUnlimited1955

Kernspaltung

  • Kernspaltung

    Neutronen können mit schweren Atomkernen reagieren. Dabei kann das Neutron eine Kernspaltung auslösen. Der Atomkern zerbricht in zwei Teile, vergleichbar einem sich auftrennenden Tropfen, unter Freisetzung von Neutronen, radioaktiver Strahlung und großer Hitze. Die freigesetzten Energiemengen sind gigantisch und übertreffen bei Uran-235 jene, die bei der Verbrennung von Kohlenstoff entsteht, um das 2,5-Millionenfache.

Eine initiative des

Logo neu2