Die Schweizer CO2-Netto-Null bis 2050 ist technisch möglich. Aber die Erneuerbaren alleine werden nicht ausreichen. Es braucht dazu auch die CO2-Abscheidung im Untergrund. Und da fehlen die geologischen Voraussetzungen. Zu diesem Schluss kommt nach sieben Jahren Forschungsarbeit das Schweizerische Kompetenzzentrum für Energieforschung im Bereich Strombereitstellung (SCCER-SoE).

 

Der jüngste Bericht des Weltklimarates IPCC liest sich wie eine Steilvorlage für die ganze Welt, nun Ernst zu machen mit dem Klimaschutz und der Energiewende. Denn kein Flecken dieser Erde bleibt schon heute unberührt, der eine, namentlich im hohen Norden und der marinen Inselwelt, mehr, der andere, namentlich in den Tropen, weniger. Doch es wird schon beinahe zur Gewissheit: Das erklärte Klimaziel, die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad bis 2050, wird verfehlt, auch das Zwei-Grad-Ziel ist nur mit grösster Anstrengung weltweit zu schaffen. Nun zählt jede Tonne CO2 doppelt.

 

Dürren werden weltweit zu einem gravierenden Problem, von dem schon jetzt 1,5 Milliarden Menschen betroffen sind, und es sieht ganz danach aus, dass es noch schlimmer kommen wird. Die UNO rät in einem Expertenbericht zum raschen, koordinierten Handeln. Es steht zu befürchten, dass der Appell ungehört verhallt.

Der Umbau der Energieversorgung auf erneuerbare Energien bedingt eine Produktionssteigerung bei Mineralien, von Kupfer über Lithium bis zu seltenen Erden. Die Internationale Energieagentur wagt einen Ausblick bis 2040: Die Herausforderungen sind gewaltig. Alleine der Lithiumbedarf könnte um das 40-fache steigen.

Viele Gletscher Hochasiens schmelzen dahin, die Entwicklung scheint bereits heute unumkehrbar. Das zeigt eine Studie der Schweizer Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL.

Chinas Treibhausgasemissionen haben 2019 erstmals jene der OECD-Staaten übertrumpft. Weil die westlichen Industrieländer schon seit zwei Jahrhunderten den Klimawandel befeuern, liegt China in der Gesamtbilanz noch weit zurück. Zu diesem Schluss kommt der US-amerikanische Think Tank Rhodium.

Die grüne Lunge des Planeten wird zur Problemzone. Im vergangenen Jahrzehnt sind aus dem brasilianischen Amazonas-Becken rund 2,7 Milliarden Tonnen mehr CO2 in die Atmosphäre gelangt als aufgenommen wurde. Das zeigt die Studie eines Forscherteams des französischen nationalen Institutes für Agronomieforschung (INRAE). Ob diese Entwicklung sich noch umkehren lässt, weiss niemand.

Medien

Gezeiten und Wellen bergen ein enormes Energiepotential. Obwohl bereits in den 1960er Jahren bei Saint Malo weltweit das erste Gezeitenkraftwerk in Betrieb genommen wurde, blieb die Technologie in den Kinderschuhen. Vielmehr steckte man aus militärischen Gründen hunderte von Milliarden Dollars in die Atomenergie. Zum Beispiel in die nicht weit entfernte Wiederaufbereitungsanlage La Hague. Teil eins zum Thema das Meer und die Energie.

 

440px TideKraftwerk

Tidekraftwerk Rance: Seit 1961 zuverlässiger Energielieferant. 

 

«Die arktischen Ökosysteme verändern sich sehr rasch», heisst es in der 15. «Arctic Report Card» der «National Oceanic and Athmospheric Administration». Das lag noch vor einer Generation ausserhalb dessen, was man sich vorstellen konnte.

Werden Sie Unterstützer*in

Guter, kritischer Journalismus kostet. Und guter Journalismus bedingt redaktionelle Unabhängigkeit. Werden Sie Unterstützer*in. Ein Jahresbeitrag kostet
25 Franken bzw. 22.50 Euro. Wir freuen uns natürlich auch über kleinere oder grössere Beträge. Wir senden Ihnen auf Wunsch gerne eine Rechnung und eine Spendenbestätigung.
Ihr E-Mail an: redaktion@mensch-und-atom.org

Verein für nachhaltigen Journalismus

Neugasse 30

9000 St. Gallen

 

Thurgauer Kantonalbank, 8570 Weinfelden

 

Bildschirmfoto 2021 08 04 um 13.23.49

 

 

Mensch + Energie

Vor dem Hintergrund der aktuellen „Energiewende“-Debatten möchten wir einen kritischen Diskussionsbeitrag leisten für all jene, die mehr wissen wollen zum Thema Energie. Und wir möchten einen Beitrag leisten, die tiefen ideologischen Gräben zu überwinden, die Befürworter und Gegner trennen. Denn die Wahrheit wird bei diesem Thema sehr schnell relativ bzw. relativiert, man bewegt sich auf einem Feld, in dem sich Experten, Meinungsmacherinnern, Ideologen, Betroffene, Opfer, Lobbyisten, Politikerinnen und Weltenretter tummeln. Sie alle sollen zu Wort kommen, sie sollen von ihrer Wahrheit erzählen, der Wahrheit des Strahlenopfers ebenso wie jener des Kraftwerkbetreibers, des Befürworters und der Gegnerin.

Aus mensch-und-atom.org wird mensch-und-energie.org

 

header neumenschundatom2 

 

 

Eine Initiative des 

Logo neu2

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.