Die vier grössten Stromproduzenten der Schweiz sind europäischer denn je. Mit Ausnahme der Wasserkraft setzen sie fast ausschliesslich auf Investitionen in Kraftwerke im europäischen Ausland, wie eine Analyse der Schweizerischen Energiestiftung zeigt. Das befördert zwar den nach wie vor viel zu langsamen Umbau auf neue erneuerbare Energiequellen, rückt aber die selbst gesteckten Schweizer Ausbauziele in noch weitere Ferne. Das liegt weniger an den Grossproduzenten als an mangelnder staatlicher Förderung.

 

Die 622 Eisen- und Stahlwerke zeichnen weltweit für rund elf Prozent der Kohlendioxidemissionen verantwortlich. Der Umbau auf eine klimaschonendere Produktion steckt noch ganz in den Anfängen. Beim derzeitigen Tempo dürften die für 2050 vorgesehenen Reduktionsziele um 90 Prozent verfehlt werden.

 

Schon 2023 soll der weltgrösste Windpark vor den Küsten der Niederlande in Betrieb gehen, die Leistung von 1,5 Gigawatt reicht, um rund zwei Millionen Haushalte zu versorgen – ohne staatliche Subventionen. Die Hälfte des Stromes wird allerdings der Chemiekonzern BASF übernehmen. Er hält eine Minderheitsbeteiligung von 49,5 Prozent am Projekt, das vom schwedischen Energiekonzern Vattenfall getragen wird. Es könnte nach Vorstellungen der Schweden das Modell der Energiezukunft sein.

Das Bezirksgericht in der niederländischen Hauptstadt Den Haag hat den Öl- und Gaskonzern Royal Dutch Shell verpflichtet, bis 2030 seine CO-Emissionen um 45 Prozent zu senken. Es folgt damit einer Klage von Umweltorganisationen und besorgten Bürgerinnen und Bürgern. Das Urteil ist eine Weltpremiere.

Der Umbau der Energieversorgung auf erneuerbare Energien bedingt eine Produktionssteigerung bei Mineralien, von Kupfer über Lithium bis zu seltenen Erden. Die Internationale Energieagentur wagt einen Ausblick bis 2040: Die Herausforderungen sind gewaltig. Alleine der Lithiumbedarf könnte um das 40-fache steigen.

Die Covid 19 – Pandemie hat die Energie-Nachfrage weltweit einbrechen lassen. Die Internationale Energie – Agentur rechnet in ihrem «World Energy Outlook» mit einem Rückgang von fünf Prozent. Das ändert aber nichts daran, dass es noch gewaltiger Anstrengungen bedarf, um für das Jahr 2050 die Klima-Neutralität zu schaffen. Die Atomkraft soll nach den Vorstellungen der IEA mit einer Produktions-Verdoppelung ihren Beitrag leisten. Doch der ganz grosse Treiber wird die Photovoltaik sein.

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