Das AKW Fessenheim soll bald schliessen

Die französische Regierung plant, das Atomkraftwerk Fessenheim vom Netz zu nehmen. Die rund 1200 Mitarbeiter und die Gemeinde sorgen sich über künftig wegfallende Steuern und Arbeitsplätze.

Das älteste französische Atomkraftwerk Fessenheim soll bis Anfang 2019 abgeschaltet werden. Gegen die Schließung gab es stets Widerstand, weil für die Region die damit verbundenen Arbeitsplätze und Steuereinnahmen unabdingbar sind. Aktuell untersucht ein Komitee aus Vertretern von Wirtschaft und Gewerkschaftern nach neuen Jobs für rund 1200 Mitarbeiter und Lösungen für die wirtschaftlichen Einbußen. „Die Antwort ist deutsch-französisch“, betont der französische Umwelt-Staatssekretär Sébastien Lecornu. Deutsche Unternehmen entlang des Rheins hätten Schwierigkeiten, Fachkräfte zu finden. Mit ihnen sollen „gute Bedingungen“ geschaffen werden, die Mitarbeiter von Fessenheim weiter zu beschäftigen.

 

Das elsässische AKW Fessenheim liegt im französisch-deutschen Grenzgebiet am Rhein (Bild: Électricité de France)

Für Kritiker gilt das 40 Jahre alte AKW Fessenheim an der Grenze zu Deutschland als Sicherheitsrisiko. Lecornu verspricht, die französische Regierung stehe zur Entscheidung, Fessenheim stillzulegen - jedoch erst, nachdem Flamanville, ein AKW im Nordwesten Frankreichs um einen Reaktor vergrößert werde. Die Inbetriebnahme ist nach einigen Verzögerungen im Januar 2019 geplant.

 

Links:

Der Südkurier über das Ende des elsässischen AKWs Fessenheim

Die Badische Zeitung über die Stilllegung des AKW Fessenheim

News aus aller Welt

Katanga Business

  • Mit seinem Film „Katanga Business“ von 2009 vermittelt der belgische Regisseur Thierry Michel nicht nur einen Einblick in die gegenwärtige Situation der Rohstoffförderung in Katanga, sondern verdeutlicht auch die eigentlichen Aufgaben eines Dokumentarfilmers – Dokumentieren statt Kommentieren.