Grenzüberschreitende Menschenkette

Am kommenden Sonntag reichen sich im niederländisch-belgisch-deutschen Grenzgebiet Zehntausende die Hand, um eine 90 Kilometer lange Menschenkette zu bilden. Die Aktivistinnen und Aktivisten der «Kettenreaktion Tihange» verlangen die sofortige Abschaltung der Atommeiler Tihange 2 und Doel 3.

Die Kettenreaktion Tihange ist ein grenzüberschreitendes Bündnis atomkritischer Organisationen, unter ihnen das Aachener Bündnis gegen Atomenergie, ausgestrahlt.de, und die belgische «Fin du Nucléaire». Die Menschenkette soll vom belgischen Atomkraftwerk Tihange über Lüttich und Masstricht bis nach Aachen reichen. Es wird eine der grössten Anti-Atom-Demonstrationen der vergangenen Jahre werden. Erwartet werden mehrere zehntausend Demonstrantinnen und Demonstranten.
Der Protest richtet sich gegen die belgischen Atomkraftwerke in Tihange 2 und Doel 3 und gegen weitere atomare Anlagen in der Region, unter anderen die Produktionsanlagen für Brennstäbe in Lingen und Gronau, die vom deutschen Atomausstieg nicht betroffen sind und über unbefristete Betriebsbewilligungen verfügen. In Tihange und Doel kam es laut Angaben von Kettenreaktion Tihange zu zahlreichen Störfällen, die Reaktoren aus den 1970er-Jahren seien ungenügend nachgerüstet und verschiedene Auflagen der Aufsichtsbehörden würden nicht erfüllt. Die Behörden haben auch nach der Entdeckung zahlreicher Risse in den Druckbehältern abgewunken. Es bestehe keine Gefahr. Diese seien baubedingt. Dennoch muss der Betreiber bis September einen Bericht zur Lage vorlegen. Belgien möchte bis 2025 aus der Atomenergie aussteigen.

Links:

https://www.chain-reaction-tihange.eu/de/

 

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